Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Seit dem 30. August 2015 ist die Gemeinde in der neuen Kirche Zürich-Albisrieden zu Hause. Im Archiv sind die Beiträge von Albisrieden und Wiedikon verfügbar.

News Gemeinde Zürich-Albisrieden

Tag der offenen Tür in Zürich-Albisrieden
03.10.2015 / Zürich-Albisrieden
Der Tag der offenen Tür vom 03.10.15 bildete den Abschluss von verschiedenen Anlässen zum Bezug der neuen Kirche mit 36 Wohnungen in Zürich-Albisrieden.

Der Gemeindevorsteher, Hansruedi Röschli, begrüsste die Anwesenden und stellte die Hauptakteure der am Bau Beteiligten vor. In einer kurzen Ausführung erklärte er den Kirchensaal und die Nebenräume und nahm Bezug auf das aktuelle Gemeindeleben. Das Kreuz am Altar hob er besonders hervor, indem er die Aussage Jesu Christi zitierte: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9, 23). Anschliessend wurde die Leinwand hinter dem Altar hochgefahren, und der Vorsteher zeigte einige Bilder der bisherigen Kirchen in Zürich-Albisrieden und Zürich-Wiedikon. Informationen zur Chronik der nun fusionierten Gemeinden finden Sie hier:
http://zh-albisrieden.nak.ch/chronik/.

Zurzeit hat die neue Gemeinde Zürich-Albisrieden 585 Mitglieder, wovon 30 % die Gottesdienste regelmässig besuchen.

Ausführungen des Bezirksvorstehers
Der Bezirksvorsteher, Heinz Briner, sagte, dass aus den beiden bisherigen Muttergemeinden ihrer Bezirke, Zürich-Albsrieden und Zürich-Wiedikon, verschiedene weitere Gemeinden in der Region hervorgingen. Heute gehören folgende Gemeinden zum Bezirk Zürich-Nord: http://www.nak.ch/?id=821. Im Weiteren informierte er, dass die Gebietskirche Schweiz aus 15 Bezirken besteht mit je 10-15 Gemeinden. Richtschnur für das Handeln der Kirche und seiner Mitglieder sei die Vision und Mission, so der Bezirksvorsteher. 
Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss erwähnte er das im Jahr 2012 herausgegebene Buch "Katechismus der Neuapostolischen Kirche". Glaube als Lebenshilfe und als Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi und auf das ewige Leben - dies sei zusammengefasst das Ziel und der Zweck der Neuapostolischen Kirche, sagte Heinz Briner den Anwesenden und dankte allen, die am Bau beteiligt waren, herzlich für ihr Engagement.

Projekt Anemone
Heinz Schatt, Leiter Immobilienabteilung der NAK Schweiz ging auf die Ausgangslage, die Zielsetzung, den Projektwettbewerb und auf die Umsetzung des Bauprojekts ein. Es mussten auch Rückschläge hingenommen werden, weil die Baubewilligung erst ein Jahr nach Baueingabe erteilt wurde und während der Bauphase der Totalunternehmer Konkurs anmelden musste.

Eckdaten
Entscheid über das Projekt: August 2011; Aufrichte: 10.07.14; Einweihung 30.08.15.
Weitere Informationen: http://zh-albisrieden.nak.ch/news/

Heinz Schatt ging auch auf das Projekt Bühlstrasse ein. Den Zuschlag für die Überbauung auf dem Grundstück der ehemaligen Kirche Zürich-Wiedikon erhielt wiederum Guignard & Saner Architekten AG. Entstehen werden sechseckige Häuser mit 34 Wohnungen. Baubeginn: Oktober 2015; geplanter Bezug: 01.06.2017.

Informationen über den Bau aus erster Hand
Wie schon an der Einweihung der Kirche und der neuen Orgel nahm die Architektin, Frau Pascale Guignard, Guignard & Saner Architekten AG, die Zuhörer in ihren Bann. Sie erklärte aus ihrer Sicht viele Details des Kirchengebäudes, die dem Laien verborgen bleiben würden.

Auszug aus dem Prospekt „Die neue Kirche in Zürich-Albisrieden“:
„Mit dem repräsentativen Kirchengebäude leistet die Neuapostolische Kirche einen wichtigen baukulturellen Beitrag und unterstützt damit die weitere städtebauliche Aufwertung des Quartiers. Die vorherige Kirche war seinerzeit im Hof erstellt worden, das neue Kirchengebäude steht nun prominent an der Strassenseite.

Der Kirchensaal mit einer Höhe von 9 Metern hat rund 330 Sitzplätze. Das Tageslicht wird durch die 16 m breite und 9 m hohe Glaswand hinter dem Altar und dem 16 m2 grossen Oberlicht in den Kirchensaal geleitet. Ein Drittel der Glasfläche wird von einer Pfeifenorgel hinter dem Altar abgedeckt. Die Glaswand besteht aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion als äussere Hülle.

Innen wurde im Abstand von ca. 50 cm eine zweite Glaswand aufgebaut, bestehend aus aufeinandergelegten Glasscheiben. Die Ansicht vom Saal ist die Bruchkante dieser 15 cm tiefen Gläser. Um einen speziellen farblichen Effekt zu erzielen, wurde die hintere Kante mit Silberoxyd in verschiedenen Brennzeiten eingebrannt, so dass diverse Gelb- bis Brauntöne entstehen. Dieses Verfahren ist die älteste bestehende Glasfarbtechnik, die bekannt ist. Schon im Mittelalter wurde mit dieser Technik Glas gelb gefärbt.

Die Eingangshalle öffnet sich als zweigeschossige voll verglaste Halle gegen die Strasse und soll einladend auf Passanten wirken. Auch das Foyer ist zweigeschossig und lädt zum Verweilen ein. Neben diesen überhohen Räumen befinden sich im Erdgeschoss noch der Mehrzwecksaal und die Toilettenanlage.

Im ersten Stock, angebunden über zwei Treppen und eine Galerie mit Ausblick auf die Eingangshalle, befinden sich die Unterrichtsräume und die Sakristei sowie der Eingang zur Empore mit 84 Sitzplätzen.“

Die Besucher nutzten nach dem offiziellen Teil die Gelegenheit zur freien Besichtigung der Kirche, konnten sich austauschen und auch ihren Durst stillen.